Nubes | 14|11|19 – 29|02|20

Anders Gjennestad

Vernissage: Donnerstag 14. November 2019, 19 Uhr

Im Zentrum der Arbeiten von Anders Gjennestad steht die Bewegung des menschlichen Körpers. Seine Figuren überwinden spielerisch die Schwerkraft, erweitern den urbanen Raum in die Vertikale und erobern mit Leichtigkeit unzugängliches Terrain. Sie geben dem Betrachter die Illusion in Bewegung zu sein, zu schweben, obwohl sie stillstehen. Die langen, perspektivisch verzerrten Schlagschatten der Figuren führen zu einer veränderten Wahrnehmung, die vertikale Mauer erscheint als Bodenfläche, als könne man sie begehen.

Der norwegische Künstler Anders Gjennestad wurde 1980 in Arendal, Norwegen geboren und lebt und arbeitet in Oslo und Berlin. Er startete seine Karriere als Künstler 2001 mit Sprühdosen. Gjennestad spielt bei seinen Arbeiten mit unserer Wahrnehmung und mit von ihm gefunden Objekten, die eine eigene Geschichte aufweisen. Seine Schablonenfiguren überzeugen sowohl im kleinen als auch grossen Massstab durch ihre äusserst perfekte Ausführung, ihrer Detailgenauigkeit und ihre lebensechte Tiefe.

Für die neue grosse Wandarbeit in der zone contemporaine mit dem Namen Nubes verdeckt Gjennestad die Figuren mit einer gesprühten und fliessend wirkenden Stoffschicht. Diese gleitet über die Figur, versteckt den Körper und lässt nur noch seine Konturen sichtbar werden. Der Tanz der Menschen mit dem fliessenden Textil bildet eine Analogie zu den Wolken, die konstant in Bewegung sind, ihre Formen ändern und am grossen Fenster am Ende der zone contemporaine vorbei ziehen.


At the centre of Anders Gjennestad's work is the movement of the human body. His prancing figures playfully overcome gravity, extend the urban space to the vertical, and easily conquer inaccessible terrain. They give the viewer the illusion of being in motion, of floating even though they are resting. The long, perspective distorted shadows of the figures lead to a changed perception, the vertical wall appears as a floor surface, as if one could walk on it.

The Norwegian artist Anders Gjennestad was born in Arendal, Norway, in 1980 and lives and works in Oslo and Berlin. He started his career as an artist in 2001 with spray cans. In his work, Gjennestad plays with our perception and with objects found by him, which have their own story. His stencil figures convince on both a small and a large scale by their extremely perfect execution, their detail accuracy and their lifelike depth.

For the new large wall work in the zone contemporaine with the name Nubes, Gjennestad covers the figures with a sprayed and flowing layer of fabric. This glides over the figure, covers the body and lets only its contours become visible. The dance of the people with the flowing textile is an analogy to the clouds, which are constantly in motion, changing their shapes and passing the large window at the end of the zone contemporaine.