dark light | 07|03|14 – 16|05|14

Vernissage | 07|03|14 | 18-20 Uhr

Magda Krawcewicz, Pretending that I can keep otherness away, 2013 | Wulf Kirschner, Skulptur Würfel Nr. 47, 2006
Magda Krawcewicz, Pretending that I can keep otherness away, 2013, (Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm) Wulf Kirschner, Skulptur Würfel Nr. 47, 2006, (Schiffbaustahl geschweisst, 21 x 21 x 21 cm)
Foto: Mike Niederhauser, ©VG Bild-Kunst Bonn, 2014 (Wulf Kirschner)

Magda Krawcewicz - Malereien und Skulpturen | Wulf Kirschner - Skulpturen

Mit dark light zeigt die zone contemporaine in der ersten Ausstellung im neuen Jahr Werke von Magda Krawcewicz und Wulf Kirschner. Beide aus Hamburg stammende Künstler thematisieren in ihren Arbeiten das Auflösen von Figuren und Körpern, und erzeugen durch den Verlust von Kontur ein Spannungsfeld. Bei der figurativen Ölmalerei von Magda Krawcewicz lösen sich die Figuren in ihrem Umfeld auf, bei den Stahlskulpturen von Wulf Kirschner verändert sich mit der Zeit das Werk an sich durch fortschreitende Korrosion.

Magda Krawcewicz arbeitet in ihren Ölgemälden mit dem Auflösen von Figuren im Raum. Menschliche Körper werden mit ihrem Umfeld eins, oder aber verschmelzen vor diesem. Häufig treten helle Figuren aus einem dunklen Hintergrund hervor, pastoser Farbauftrag steht neben blosser Leinwand. Die verzerrten Körper offenbaren eine Verletzlichkeit, ein Leiden der Seele. Die farblichen Kontraste, der Gegensatz von Schärfe und Unschärfe, von Figuration und Abstraktion spiegeln sich beim Betrachten in Momenten des gleichzeitigen Angezogen- und Abgestossenseins, führen zu einem Wechselspiel der Gefühle.

Wulf Kirschners klare und minimalistische Bodenobjekte und Skulpturen bilden einen spannungsvollen Kontrast zu den Arbeiten von Magda Krawcewicz. Die Werke strahlen Kraft, Harmonie und Ruhe aus, erst beim näheren Betrachten wird die Spannung im Material spürbar, die durch den Produktionsprozess, durch das Schweissen, entsteht. Starke Erhitzung und anschliessendes Erkalten erzeugen auffällige Oberflächenstrukturen. Die Verwendung von unterschiedlichen Blechen und Elektroden führt trotz scheinbarer Monochromie zu einer farbig schillernden Lebendigkeit, die sich in einigen Werken mit zunehmender Korrosion kontinuierlich verändert. Linien bilden das verbindende Gestaltungselement zwischen Kirschners Rechtecken, Würfeln, Pyramiden, Quadern und Rundbögen.